Schüler:innen des 7. Jahrgangs der GLS testen ihre Fähigkeiten  

„Es klingt in der Aula wie in einem Bienenstock“, sagt Schulsozialarbeiter Norbert Dörper, als er für eine kurze Stippvisite die Aula betritt. Treffender hätte man die Atmosphäre des diesjährigen    Berufsorientierungstrainings der siebten Klassen an der GLS am nicht beschreiben können. Alle Schüler:innen sind fleißig in ihre Aufgaben vertieft. Dabei herrscht ein geschäftiges Treiben. Hier werden Lebensmittel identifiziert: „Die kenne ich, das sind weiße Bohnen!“. Dort wird eine Binärcode übersetzt. Offenbar eine Nachricht von James Bond.

Auf der Bühne der Aula herrscht höchste Konzentration: Es gilt Dachpfannen unbeschadet einander zuzuwerfen. Eine Aufgabe, die nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit benötigt. Der Dozent erklärt geduldig die einzelnen Schritte: „Erst wenn ihr euch gegenseitig in die Augen schaut, soll geworfen werden. Das ist das Zeichen.“ Die Übung läuft erstaunlich rund. Allerdings wäre auch ein Fehlwurf nicht ganz so schlimm: Die Ziegel für die Übung bestehen aus Gummi.  

An einem der vorderen Gruppentische übt ein Dozent mit den Schülerinnen und Schülern die Herstellung von Büroklammern. Was auf den ersten Blick beruflich als weniger erstrebenswert aussieht, entpuppt sich als filigrane Arbeit mit Draht und Zange. Es gilt zu bedenken, welche Berufe solche Fertigkeiten voraussetzen: Vom Elektriker über das Schmuckhandwerk bis zum Kieferorthopäden will der Umgang mit Draht und Zange gelernt sein. Das Ergebnis dürfen die Schüler:innen mit nach Hause nehmen. Zum Beispiel eine Büroklammer in Form eines Herzens.

 

Die Dozentinnen und Dozenten des Technikzentrum Minden Lübbecke e.V. sind von den Schüler:innen der GLS angetan. Trotz der Zahl von durchschnittlich 100 Schüler:innen pro Durchführungstag gibt es keine Disziplinprobleme. Alle haben Lust darauf, sich auszuprobieren. Der siebte Jahrgang bedankt sich bei den engagierten Dozent:innen für die geduldige Einweisung und Betreuung.  

Ein besonderer Dank gilt in diesem Jahr der Bürgerstiftung Leverkusen, die sich mit 2000€ an der Finanzierung des Projektes beteiligt hat. Die weitere Finanzierung erfolgte durch Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit und der Landinitiative „Ankommen und Aufholen nach Corona“. Allen Unterstützern sei auch im Namen der Schüler:innen herzlich gedankt.